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Feldaufenthalt im Nordkaukasus

Feldaufenthalt im Nordkaukasus im Rahmen des Forschungsprojekts “Politics of History vs. Communicative Memory. Controversial Practices of Remembering the Stalinist Deportations in the North Caucasus (1985-1994)”

Karte: Der Nordkaukasus (Quelle: Druey et al. 2024)

 
Im Rahmen meines Habilitationsprojekts habe ich im Frühsommer 2024 einen Feldaufenthalt im Nordkaukasus durchgeführt – in «meiner» Region, zu der ich schon seit über zehn Jahren forsche. Dabei interessiere ich mich vor allem für die kritische Aufarbeitung von historischen Erinnerungen an die unter Stalin verübten Verbrechen an verschiedenen lokalen Bevölkerungsgruppen.
Im Rahmen meiner Forschungsreise durch den Nordkaukasus führten meine Reisen in die Republiken Kabardino-Balkarien und Inguschetien. Im Rahmen des Aufenthalts in Nal’chik und diverser Tagesausflüge führte ich Interviews mit lokalen Erinnerungsaktivist*innen und besuchte Denkmäler und andere Erinnerungsstätten, die sich mit den stalinistischen Repressionen befassen. Des Weiteren wurden Kontakte zu lokalen Forschenden geknüpft, die im Anschluss an die Reise beim Sammeln von weiteren Daten in Tschetschenien und Inguschetien behilflich sein konnten. Dies betraf Regionen, zu denen aufgrund der volatilen Sicherheitssituation für mich selber nur beschränkt Zugang bestand.

Verfolgt, weggesperrt, zurückgekehrt – und nie voll rehabilitiert: Die Erinnerung von Nordkaukasier*innen an die stalinistischen Deportationen von 1944-1957
In Bezugnahme auf die Erinnerung an die stalinistische Deportation verschiedener muslimischer Völker aus dem Nordkaukasus nach Zentralasien im Jahr 1944 untersucht mein Forschungsprojekt die mobilisierende Rolle der Geschichte und des historischen Gedächtnisses während der Reformperiode unter Michail Gorbatschow Mitte der 1980er Jahre bis hin zu den politischen Umwälzungen und Unruhen im Nordkaukasus, die 1994 im ersten Tschetschenienkrieg gipfelten. Das Projekt verfolgt insbesondere das Ziel, die Narrative zu identifizieren und zu analysieren, die sich in den oft widersprüchlichen Versionen der Vergangenheit widerspiegeln, wie sie durch die sowjetische Regierung und die deportierten Bevölkerungsgruppen im Nordkaukasus selber geäussert wurden. Weiter analysiert das Projekt den Zusammenhang zwischen traumatischen Erinnerungen und dem Ausbruch bewaffneter Aufstände und Konflikte im Nordkaukasus im Kontext der stalinistischen Deportation.

Museum der Deportation, Nal’chik, Republik Kabardino-Balkarien (Foto: Druey 2024).
Eine meiner Respondent*innen im Museum der Deportation, Nal’chik, Republik Kabardino-Balkarien (Foto: Druey 2024).


Als vorläufiges Ergebnis konnte ich dank der Datenerhebung während meiner von der UniBern Forschungsstiftung unterstützten Forschungsreise und nach einer Phase umfangreicher Sekundärforschung die Hypothese bestätigen, dass im russisch-tschetschenischen (1994–1996) und im inguschetisch-ossetischen Konflikt die Erinnerung an die Deportation und unvereinbare politische Ansprüche eine wichtige Rolle bei der Vertiefung der Trennlinien spielten und so zumindest indirekt zum Ausbruch von Gewalt beitrug. Die Situation in der Republik Kabardino-Balkarien hingegen kann als Fallbeispiel für eine Nicht-Eskalation untersucht werden: Trotz der Deportation der Balkar*innen und der anschliessenden Übernahme bedeutender Gebiete und politischer Funktionen durch den kabardischen Teil der Bevölkerung, eskalierte der Konflikt zwischen den beiden ethnischen Gruppen nach der Rückkehr der Balkar*innen aus dem Exil nicht, und es wurde eine Vereinbarung über friedliche Koexistenz getroffen, die auch als „agonistischer Frieden” bezeichnet werden kann (Shinko 2008).

Dr. Cécile Druey
Historisches Institut/ Osteuropastudien

«1944-1957 – Ewiges Gedenken denjenigen, die nie zurückgekehrt sind»: Der Deportation gewidmetes Denkmal in Magas, Republik Inguschetien (Foto: Druey 2024).
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Archäologische Ausgrabungen in Himera

Archäologische Ausgrabungen in Himera, Sizilien

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Abb. 1 Karte Siziliens mit Lage der griechischen Koloniegründungen (rot) und der phönizisch-karthagischen Städte (gelb) sowie der Kontaktzonen zwischen HIMERA und ihren Nachbarn (mittels 'Radiowellen' dargestellt) – (© E. Mango, IAW, Uni Bern)


Ein grosses Forschungsprojekt meiner Abteilung ist in Himera auf Sizilien angesiedelt. Himera ist eine Koloniestadt, die 648 v. Chr. von Griechen in einheimisch-sikanischem Gebiet, an geostrategischer Lage am Scharnier zum karthagisch-phönizischen Raum, unweit der Städte Solunt und Palermo, gegründet wurde (Abb. 1).

Das übergeordnete Ziel des Himera-Projektes ist es, Rolle und Funktion dieser Koloniestadt innerhalb des Netzwerkes griechischer Kolonien (rote Punkte) und karthagischer Städte (gelbe Punkte) auf Sizilien zu definieren.      

Archäologisch wird dies auf der Makroebene über die Struktur der Stadt und ihre urbanistischen Räumen angegangen. Durch unsere Forschungen, die seit 2012 im Gange sind, wurde ein neuer urbanistischer Raum von Himera entdeckt – das Hochplateau des Piano del Tamburino (Abb. 2).  Auf diesem brachten wir bisher Teile einer regelmässigen Insula-Blockbebauung und zwei Heiligtümer zum Vorschein (Abb. 3).

Abb. 2 Himera, Ansicht der antiken Stadt von der Meerseite. Im Vordergrund die Unterstadt, im Hintergrund links die Oberstadt (Piano di Imera), rechts das Hochplateau des Piano del Tamburino (Forschungsort der Universität Bern) (© E. Mango, IAW, Uni Bern)
Abb. 3 Himera, Stadtplan mit Positionierung der beiden neu gefundenen Heiligtümern (gelb). Rot: ausgegrabene Teile der Stadtmauer in der Unter- und Oberstadt, hypothethischer Stadtmauerverlauf auf dem Piano del Tamburino (© S. Vassallo 2010, 18 Abb. 2, Nachbearbeitung E. Mango)

 

Durch die UniBern Forschungsstiftung wird das Teilprojekt »Intra- oder extraurban? Zwei neu entdeckte Heiligtümer in Sizilien (Himera)« unterstützt, das sich den Fragen widmet: War der Piano del Tamburino von einer Stadtmauer umgeben, lag er also inner- oder ausserhalb der Mauern? Wie verhält sich die Nutzung dieses Plateaus zeitlich und funktional zur sog. Unter- und Oberstadt? Die Stadtmauerfrage wird seit 150 Jahren in der Forschung debattiert. Diese zu beantworten hat urbanistisch und historisch betrachtet für das Verständnis der Koloniestadt eine sehr hohe Relevanz.

Dank den 2019 gesprochenen Projektmitteln von CHF 5‘000.– konnte mit Hilfe von Traktor und Bagger eine gezielte, 10 Meter lange Sondage und ein weiterer Sondierschnitt angelegt werden, die An- und Rückreise von fünf Berner Studierenden sowie ein kleiner Beitrag an die Unterkunftskosten von insgesamt 14 Studierenden, Doktorierenden, PostDoktorierenden und Dozierenden der Universität Bern während der sechswöchigen Kampagne gedeckt werden.

Die Ausgrabungen brachten in etwa der Mitte des Hochplateaus einen sehr interessanten, aufgrund des bisher nur sehr kleinen Ausschnittes und des teilweise schlechten Erhaltungszustandes nicht eindeutig zu interpretierenden archäologischen Befund zum Vorschein, der weitere Untersuchungen benötigt. Dabei könnte es sich um eine Hangstützmauer entlang einer Geländekante handeln. Welche Funktion könnte diese gehabt haben? Handelte es sich um eine Terrassierungsmauer oder um eine Stadtmauer?

Prof. Dr. Elena Mango
Institut für Archäologische Wissenschaften
Abteilung Archäologie des Mittelmeerraumes

www.iaw.unibe.ch

 

Abb. 4: Himera, Piano del Tamburino Aushubarbeiten durch den Traktor; Studierende und Doktorierende an der Arbeit auf der Ausgrabung, bei der Fundbearbeitung, Restaurierung und Photographie  – die Ausbildung junger Wissenschaftler*innen ist ein wichtiger Aspekt des Forschungsprojekts (© IAW, Uni Bern)
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Development of a Protein-Based Bionanotechnological Temperature Sensor

Development of a Protein-Based Bionanotechnological Temperature Sensor Using Automated Temperature-Controlled UV-Vis Spectrophotometry

In our laboratory, we develop synthetic biology tools following a bottom-up approach. This strategy involves assembling artificial, nanoscale systems from individual molecular components such as proteins and lipids. A major challenge in the field is the development of molecular sensors that report on properties of their local environment. Compared to conventional measurement techniques, such sensors can provide exceptionally high spatial and temporal resolution.

Recently, we engineered a protein variant that can be employed as a molecular thermometer. The protein acquires colour upon binding a cofactor, and by introducing specific mutations, we rendered its absorption spectrum temperature-sensitive. As a result, pronounced temperature-dependent colour changes are readily observable by eye (Figure 1A). Moreover, the protein’s spectral properties are well suited for instrumental readout, enabling accurate transmission of temperature information from the sensor to the user.

With the generous funding from the UniBern Forschungsstiftung grant, we could acquire a Mettler Toledo UV5Bio UV-Vis spectrophotometer together with a CuveT thermostat. This instrumental setup enables fast, automated acquisition of spectral data at defined temperatures and time points. Importantly, the CuveT device allows rapid and accurate control of sample temperature via an integrated Peltier element. Data acquisition and instrument control are performed through a connected PC. The instruments were installed at our institute (Figure 1B) and are made available to all institute members.

The equipment financed by the UniBern Forschungsstiftung enabled us to reliably quantify the color changes of our sensor protein (Figure 1C). The high throughput and level of automation provided are crucial for further development of the sensor protein and for gaining a deep understanding of its molecular mechanism of action. The ultimate goal of our ongoing work is to create a temperature-sensing system that can be used in diverse environments, for example within living cells.

Prof. Dr. Dimitrios Fotiadis

Institut für Biochemie und Molekulare Medizin (IBMM)

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Figure 1: (A) Photograph of a solution containing the protein-based temperature sensor shortly after incubation on ice (T1) and at 30°C (T2). Different temperatures induce pronounced colour changes, which correspond to changes in the absorption spectrum. (B) Instrumental setup: Mettler Toledo UV5Bio UV-Vis spectrophotometer equipped with the CuveT thermostat. (C) Representative absorption spectra of the protein-based temperature sensor acquired during an automated temperature scan.
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Assessing physical activity, sitting time, and sleep among childhood cancer survivors with accelerometers

Assessing physical activity, sitting time, and sleep among childhood cancer survivors with accelerometers

Each year, around 350 children and adolescents in Switzerland are diagnosed with childhood cancer. Fortunately, most children and adolescents nowadays can be cured. But cancer treatment is intensive and can lead to late effects, such as heart problems, and challenges in everyday life, such as feeling fatigued. To mitigate late effects, healthy 24-hour physical behaviors, including sufficient physical activity and sleep, and limited sitting time, are very important. To measure those behaviors, researchers use accelerometers. These are small, wearable sensors that measure acceleration. The data obtained from the accelerometers is processed to obtain information about 24-hour physical behaviors.

Thanks to the Berne University Research Foundation, we could purchase 30 activPAL accelerometers and start the Swiss Childhood Cancer Survivor Study (SCCSS)-Activity (https://www.swiss-ccss.ch/en/research-projects/). In this study, childhood cancer survivors wear an accelerometer attached to their thigh continuously for one week, while engaging in their everyday life as usual.

To date, more than 80 survivors have already participated in our study, and we are still in the data collection process. Most participants wore the accelerometer continuously for the whole week, reported that it was barely noticeable, and were highly reliable in returning the accelerometer. Participants were excited to receive an individual summary report showing time spent in each of the 24-hour physical behaviors, allowing them to identify in which areas they are already doing well and where they could improve.

Once data collection has been completed, we can find out which survivors are especially prone to unhealthy 24-hour physical behaviors. This will allow us to inform and develop targeted interventions to promote physical activity and sleep, and reduce sitting time.

Dr. Carina Nigg
Prof. Dr. med. Claudia Kuehni

Childhood Cancer Research Group
Institute of Social and Preventive Medicine (ISPM)

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An optical setup for ketone monitoring for improved management of diabetes

An optical setup for ketone monitoring for improved management of diabetes

Diabetic ketoacidosis, a serious complication of diabetes, necessitates the early detection of ketones in the blood. Although continuous glucose monitoring has been widely implemented, real-time ketone sensing remains unavailable. In this project, an optical system utilizing polarimetric spectroscopy has been developed to measure how ketones, as chiral molecules, rotate the polarization of light. By analyzing this optical rotation, ketone levels can be precisely determined.

The system has been constructed with lenses to direct light, liquid crystal cells to dynamically control polarization, Glan-Thompson prisms for precise polarization filtering, and a data acquisition card to record and process signals. A key role is played by the liquid crystal cells, which introduce controllable phase delays, allowing fine-tuned modulation of light polarization before detection. This approach enhances measurement precision and enables more accurate ketone detection.

With funding from the UniBern Forschungsstiftung, the desktop system has been successfully built and tested. This setup establishes a foundation for future development of wearable sensor systems, contributing to advancements in metabolic monitoring for diabetes care.

Prof. Dr. Lilian Witthauer

Sensing and Montioring Lab, Department of Diabetes, Endocrinology, Nutritional Medicine and Metabolism, Medical Faculty, University of Bern

https://samlab.org/

Figure 1: Data acquistion system
Figure 2: Optical setup with liquid crystal cells and Glan-Thompson prisms.
Figure 3: Induced phase shift by the liquid crystals.
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Systematic Exploration of Novel Chemical Spaces for New Antimicrobial Agents

Systematic Exploration of Novel Chemical Spaces for New Antimicrobial Agents

Our group is interested in the synthesis, characterisation and biological evaluation of transition metal complexes as antimicrobials (www.thefreilab.com). We prepare large libraries of hundreds of compounds and evaluate their antibacterial properties. While these assays can be read-out by eye, this is an error-prone and low-throughput procedure. With the TECAN Infinite M Nano (Figure 1) acquire with support from the UniBern Forschungsstiftungs grant via the BEKB Förderfonds funding pool, we can read out up to 96 compounds (Figure 2) with high precision in a fraction of the time. However, our use of the plate-reader is not limited to antimicrobial assays. We also utilise it for haemolysis assays where we determine if a given compound has the (unwanted) capacity to destroy red blood cells (Figure 3).

Furthermore, we have also utilised the plate-reader for mode of action studies, utilising fluorescent dyes to e.g. quantify if bacterial membranes are destroyed. We also monitored 96 catalytic reactions performed by our compound library in real time over 12 hours to compare the catalytic performance of 96 metal compounds at once (Figure 4).

Overall, the acquisition of this instrument has had rippling benefits throughout all areas of our research, and we keep finding novel ways to utilise it.

Dr. Angelo Frei
Departement für Chemie, Biochemie und Pharmazie

www.thefreilab.com

Die Projektförderung wurde ermöglicht durch einen Beitrag des BEKB Förderfonds
Figure 1. The Infinite M Nano Plate Reader acquired with financial support by the UniBern Forschungsstiftung and the BEKB Förderfonds.
Figure 2. A 96 well plate containing 84 different metal complexes to be tested for antimicrobial properties.
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Figure 3. A 96 well plate with 64 different compounds in combination with human blood. Turbid wells indicate that the present compound causes (undesirable) damage to the red blood cells.
Figure 4. Time-resolved UV/Vis Spectra of 96 different catalytic reactions
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«Testing and training perception-action coupling in virtual reality»

Testing and training perception-action coupling in virtual reality

In der Abteilung Bewegung und Training des Instituts für Sportwissenschaft beschäftigen wir uns unter anderem mit der visuellen Wahrnehmung bei komplexen sportlichen Handlungen. Typischerweise untersuchen wir das Verhalten von Sportlern in unserem Sensomotoriklabor (Bild 1).

In unserem aktuellen, von der UniBern Forschungsstiftung geförderten Projekt haben wir ein mobiles Sensomotoriklabor entwickelt. Dies erlaubt uns, die Athlet*innen an ihrem Trainingsort zu testen oder deren Wahrnehmungsfähigkeiten zu verbessern. Das Messsetup besteht aus einem Head-Mounted-Display (HMD) auf dem sowohl 360°-Videos (Bild 2) als auch Virtual-Reality-Animationen (Bild 3) präsentiert werden. Körperbewegungen und Blickbewegungen können synchron aufgezeichnet werden. Um die Realitätsnähe zu maximieren, wird auch ein taktiles Feedback (per Elektromyostimulation, EMS) gewährleistet. Neben der Forschung setzen wir die Apparatur auch in kleineren Forschungsprojekten in der Lehre ein (Bild 4).

Dr. Christian Vater, Institut für Sportwissenschaft

www.ispw.unibe.ch

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

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Eine soziologische Analyse von Diskriminierung im europäischen Fussball

Eine soziologische Analyse von Diskriminierung im europäischen Fussball

Die Schwerpunkte meiner Forschungen betreffen die Kultursoziologie, soziale Netzwerke und computergestützte Methoden für die Messung und Interpretation sozialer Prozesse. Hierbei ziehe ich zunehmend moderne Formen von Daten heran.

Im vorliegenden Projekt untersuche ich Tendenzen und Mechanismen sozialer Diskriminierung im europäischen Fussball. Der Fussball stellt ein Laboratorium für soziale/mikroökonomische Forschungsfragen dar. Insbesondere auf Grund seiner Spielstruktur (wiederkehrende Handlungssituationen, Rollenverteilungen der Spieler, Trainer-Team-Beziehungen etc.) ermöglicht er die Untersuchung generellerer Fragen zu sozialem Handeln. Dies beinhaltet Probleme sozialer Koordination und Kooperation, die zu Diskriminierung führen können.

Die Erforschung verwandter Fragestellungen blieb bislang vor allem auf Grund des Mangels an geeigneten Daten stark beschränkt. Dank einem Förderbeitrag der UniBern Forschungsstiftung konnten nun neuartige Daten erworben und aufbereitet werden, die den Verlauf aller Spiele in vier europäischen Fußballligen über fünf Saisons hinweg detailliert abbilden. Ziel des Projektes ist es, mittels dieser Daten nationale sowie zeitliche Unterschiede sozialer Diskriminierung zunächst rein deskriptiv darzustellen. Daran anschließend werden soziale Mechanismen untersucht, welche die entsprechenden Tendenzen erklären könnten.

PD Dr. Achim Edelmann, Institut für Soziologie

www.soz.unibe.ch