Fördersumme 2021

Die Fördersumme unserer Stiftung zugunsten der Forschenden der Universität Bern beträgt im Jahr 2021 insgesamt CHF 329’316.–. Die Antragssumme belief sich auf total CHF 470’605.–, verteilt auf 41 Gesuche.

 

Die Förderbeiträge werden finanziert aus dem allgemeinen Betriebsfonds unserer Stiftung, der Zuwendung der IMG Stiftung, dem Beitrag aus dem BEKB Förderfonds, der Zuwendung der Stiftung Artisana, der Zuwendung für Nachwuchsforschende und dem Legat Schwemer. Die Stiftung hat aktuell die Möglichkeit, über insgesamt sechs Fördergefässe Beiträge an die Forschenden auszuschütten. Mehr Informationen dazu finden Sie hier. Der allgemeine Betriebsfonds finanziert sich durch den Ertrag der Wertschriften und Spenden von Privatpersonen, Stiftungen und Firmen, mehrheitlich aus dem Kanton Bern.

color density spectral array

«Specific effect of anaesthetic drugs on the cortical electroencephalographic activity»

Our group is performing research on anaesthetic and antinociceptive processes in animals. We have a solid expertise for applied veterinary neurophysiology.

One of our current research focus is the investigation of the electroencephalographic (EEG) modulation from anaesthetics. Our aim is to characterize means of monitoring depression of consciousness (depth of anaesthesia) during general anaesthesia. Many studies have been performed in humans, and refinement of the methods is still ongoing. Recent developments include the evaluation of the color density spectral array from the frequency analysis of the EEG signal. Data in animals is very sparse.

A further output of our research is oriented towards a better understanding of mechanisms of unconsciousness during anaesthesia and compared physiology among animal species.

The present project is focusing on the modulation of the EEG activity by Propofol in pigs. Up-to-date equipment to capture and record the EEG in real-time was purchased including an experimental amplifier-recording unit (BioPac) and its software package (Acknowledge). The Berne University Research Foundation has awarded us a grant for 2/3 of the costs of the acquisition of the electroencephalographic (EEG) machine and the related software.

Electroencephalographic and electromyographic activity was collected in pigs receiving increasing dose of Propofol. Data were obtained from electrodes placed at the surface of the skin over the skull of the animal (frontal, temporal and caudal brain regions). Raw EEG data were processed to obtain power spectrum and a continuous time course of the density spectral array was evaluated, as well as other EEG-derived parameters (e.g. spectral edge frequencies, suppression ratio, frequency band ratios).

Specific patterns on the EEG signal could be investigated in relation to propofol administration and species-specific standardized anaesthetic signature observed and investigated.


Dr. med. Vet. Olivier Levionnois
Departement für klinische Veterinärmedizin
Klinische Anästhesiologie

Vetsuisse Fakultät

www.anaesthesie.dkv.unibe.ch

Figure 1. Placement of surface electrodes on the pig before general anaesthesia.

Figure 2. EEG recording unit.

Figure 3. Real-time EEG collection with the software package.

Figure 4. Color density spectral array of one pig undergoing general anaesthesia. Changes in power (color-scale) of the frequency bands (0-4, 4-8, 8-12, 12-30 Hz) over time follow the effect of propofol. On the x-axis (time in seconds), measurement starts at 2000 in the awake pig. Propofol administration starts at approximately 3’000 seconds, increasing stepwise up to the highest dose at 10’000 seconds (strongest EEG depression). Afterwards the pig is left recovering spontaneously from anaesthesia until return to fully awake.

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«Anti-Nerve Growth Factor (NGF) treatment to treat chronic musculoskeletal pain in horses: a pilot study»

In der Abteilung für Anästhesiologie und Schmerztherapie untersuchen wir unter anderem neue therapeutische Ansätze gegen chronische Schmerzen und Lahmheit bei Pferden die unter Osteoarthritis leiden. Um den Erfolg einer analgestische Therapie in der Veterinärmedizin zu überprüfen, ist der Einsatz von objektiven Messmethoden besonders wichtig, da die Tiere ihr Unwohlsein nicht direkt kommunizieren können.

Dank dem Förderbeitrag der UniBern Forschungsstiftung konnten wir das TekScanTM Hoof System erwerben. Das System erlaubt eine quantitative Beurteilung des Lahmheitsgrades beim Pferd. Dabei werden Drucksensoren unter die Hufe befestigt (Bild 1) und das Pferd wird im Schritt und Trab vorgeführt. Die Daten werden zeitgleich auf den Computer übertragen (Bild 2) und können mit der TekScanTM Software ausgewertet werden.

Diese Messung erlaubt uns einen Vergleich zwischen der lahmen und gesunden Gliedmasse. In Bild 3 (links) nimmt das Pferd deutlich weniger Gewicht auf der rechten, lahmen Gliedmasse auf. Es herrscht ein grosser Druckunterschied zwischen rechts und links. Es ist zu erwarten, dass bei erfolgreicher Therapie die Schmerzen abnehmen und somit die Belastung auf der lahmen Gliedmasse zunimmt. Nebst dem Druck erlaubt das System die genaue Evaluation der Dauer der Belastung sowie die Positionierung des «Center of Force» während der Belastungsphase (Bild 3, rechts). Diese Parameter sind weitere wichtige Informationen für eine komplette Ganganalyse. Der grosse Vorteil dieses Systems gegenüber früheren Druckmessmethoden ist die Einsetzbarkeit im Feld, da die objektive Quantifizierung der Lahmheit im Stall stattfinden kann und keine spezielle Infrastruktur benötigt wird. Das TekScanTM Hoof System besitzt daher für die Veterinärmedizin das Potential einer objektiven Ergänzung bei der Lahmheitsuntersuchung und kann zusätzlich bei der Evaluation des Gangbildes und Optimierung des Beschlages in Zusammenarbeit mit dem Hufschmied dienen.

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Prof. Dr. Claudia Spadavecchia
Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie
Vetsuisse Fakultät

www.anaesthesie.dkv.unibe.ch

Bild 1: Das TekScan System am Pferd. Die Sensoren können entweder an den Vordergliedmassen (links) oder an den Hintergliedmassen (rechts) angebracht werden.

Bild 2: Das System im Einsatz in einem Stallgang (links) und im Freien (rechts). Die aufgezeichneten Daten werden zeitgleich auf den Computer übertragen.

Bild 3: Beispiele aus der Datenauswertung. Druckunterschied zwischen zwei Gliedmassen (oben) und Positionierung des Center of Force (unten).


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